gut und sicher wohnen
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Geschichte der Genossenschaft

1950 bis heute

Trausnitzstraße 20 - 28 (1969)

Die vom Bauverein angestrebten Neubaumaßnahmen konnten im Verlauf der Fünfziger- und Sechzigerjahre aus Mangel an bebauungsfähigen Grundstücken und wegen beschränkter Verfügbarkeit öffentlicher Baudarlehen nicht im gewünschten Umfang verwirklicht werden.

Zwischen 1956 und 1969 wurden noch 169 neue Wohnungen gebaut. Die zunehmende Motorisierung machte auch den Bau zusätzlicher Garagen und Tiefgaragenplätze notwendig.

Erst ab 1970 verschlechterten sich die Rahmenbedingungen der gemeinnützigen Bauwirtschaft für die Erstellung von dringend benötigten Wohnungen zu erträglichen Mieten immer schneller. Kostengünstige, bebauungsfähige Grundstücke wurden in München und auch in den angrenzenden Landgemeinden rar. Horrende Bodenpreise in Verbindung mit rapid steigenden Kosten für Grundstückserschließung, Planungen und Bauausführung machten es den gemeinnützigen Wohnbauunternehmen zunehmend schwerer, ihrer Bauverpflichtungen nachzukommen.

 

Nachdem der Bauverein aus den genannten Gründen Neubauvorhaben nicht mehr ausführen konnte, richtete er sein Augenmerk verstärkt auf die Erhaltung und Verbesserung der Bausubstanz seines Hausbestandes, vornehmlich der Altbauten. Hierfür wurden in den vergangenen Jahren ständig erhebliche Mittel aufgewendet. Neben diesen bestandsichernden Maßnahmen an den Gebäuden wurde durch gärtnerische Gestaltung der vorhandenen Hof- und Freiflächen sowie durch Anlage von Kinderspielplätzen das Wohnumfeld verbessert.

 

Ein weiterer Schwerpunkt ist seit Jahren die Modernisierung der Wohnungen durch Verbesserung der Ausstattung und damit Anpassung an die heutigen Anforderungen.

Neben der laufend stattfindenden Modernisierung von einzelnen Wohneinheiten werden auch komplette Modernisierungen von ganzen Häusern durchgeführt. In diesen Fällen erfolgt der Einbau von zentralen Heizungsanlagen mit Warmwasserversorgung, teilweise verbunden mit Wärmedämmungen oder dem Anbau von Balkonen.

Neubau in Riem und Modernisierung des Bestandes

Neubau Messestadt Riem

Ende 2003 erhielt die Genossenschaft die Zusage der Landeshauptstadt für ein Grundstück in der Messestadt Riem, südlich der U-Bahnhaltestelle Messe Ost. Dort entstanden in den Jahren 2006 und 2007 56 Genossenschaftswohnungen und eine gewerbliche Einheit mit Tiefgarage. Alle Wohnungen haben Balkon, Terrasse oder Dachterrasse, zwei Hauseingänge besitzen einen Aufzug. Erstmals konnte in einer Wohnanlage der Genossenschaft auch ein Gemeinschaftsraum mit Dachterrasse realisiert werden. Von hier aus hat man einen unverbaubaren Blick über den Riemer Park, hin bis zu den Alpen. (Weitere Infos).

Enzenspergerstraße 6

 

Ebenfalls im Jahr 2007 kaufte die Genossenschaft das Anwesen Enzenspergerstraße 6 von einer Privatperson. Da das Grundstück mit einem Mehrfamilienhaus (10 Wohneinheiten) unmittelbar an unsere Wohnanlage in der Hochau angrenzt, war der Erwerb nahe liegend. Die Planungen für die Modernisierung des Gebäudes wurden 2010 aufgenommen. Im Jahr 2011 wurden die Bewohner in Tauschwohnungen umgesetzt und die Option eingeräumt, nach der Modernisierung wieder zurückzuziehen. Ende 2011 wurde die Baumaßnahme abgeschlossen und das vollkommen renovierte Gebäude, mit ausgebautem Dachgeschoss, konnte an fünf neuen und sechs alten Haushalte übergeben werden.

 

Im Jahr 2009 und 2010 wurde das komplette Anwesen Trausnitzstraße 30 – 36, Baujahr 1962, modernisiert und das Dachgeschoß ausgebaut. In den vier Häusern entstanden vier Wohneinheiten mit jeweils mehr als 100 m² und 4 Zimmern. Diese neuen Wohnungen verfügen über eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung. Die Häuser erhielten Aufzüge, neue Balkone oder Terrassen, eine Wärmedämmung und einen neuen Heizkessel in Brennwerttechnik.

 

Im Jahre 2011 wurde das Anwesen Trausnitzstraße 38 und 40 modernisiert. Es erfolgte der Einbau einer zentralen Heizungsanlage mit Warmwasserversorgung. Die Gebäudehülle einschließlich Kellerdecke und oberste Geschossdecke erhielt eine Wärmedämmung. Fünf Balkone wurden erneuert und vergrößert, die anderen Wohnungen erhielten Balkone neu angebaut.

 

In den Jahren 2012 bis 2014 wurde in drei Bauabschnitten die Wohnanlage Hochau am St.-Wolfgangs-Platz modernisiert. Alle Dächer und Fassaden erstrahlen in neuem Glanz, und überall wo dies möglich war, wurden Balkone angebaut oder vorhandene kleine Balkone durch neue, größere Balkone ersetzt.

 

Die Hofanlage an der Sieboldstraße wurde im Jahr 2013 vollkommen neu gestaltet und erhielt zwei neue Tonnenhäuser. Der Spielbereich wurde ebenfalls erneuert, so dass die Wohnqualität insgesamt verbessert wurde. Gerade innerhalb der Großstadt, mit den bekannten verkehrstechnischen Problemen, stellt ein ruhiger und schöner Innenhof eine Verbesserung der Wohnqualität für die Bewohner dar.

 

Im Bereich St.-Wolfgangs-Platz 4-8 wurde die Hofanlage im Jahr 2014 überarbeitet. Durch den Balkonanbau war es notwendig, das Wegenetz neu anzulegen. Auf Wunsch der Wohnungsnutzer wurden Mieterbeete angelegt.

 

Im Jahr 2014 erfolgte die Modernisierung des Anwesens Trausnitzstraße 42 und Berg-am-Laim-Straße 42 / 44. Mit dem Abschluss dieses Bauabschnittes ist die Modernisierung der Wohnanlage Ost abgeschlossen. Die Häuser wurden an die zentrale Gasheizung mit Warmwasserversorgung angeschlossen. Fassade, Keller- und oberste Geschossdecke erhielten eine Wärmedämmung. Alle Wohnungen wurden mit einer Abluftanlage ausgestattet. Wo notwendig, wurden Fenster ausgetauscht. Einzelne Wohnungen erhielten erstmals einen Balkon, an anderen Wohnungen wurden die vorhandenen Loggien zu Wintergärten umgebaut und zusätzlich noch Balkone angebracht.

 

Die Tiefgarage in der Wohnanlage Ost, Trausnitzstraße 20 – 28 wurde saniert.

45 Jahre Nutzung hatten ihre Spuren am Beton und vor allem an den Betonstützen hinterlassen. Durch den Brand einer Baumaschine während der Sanierung ver-zögerte sich der Abschluss der Arbeiten um einen Monat.

 

Im Jahr 2015 erfolgt der Neubau einer Tiefgarage im südlichen Hof der Wohnanlage Schornblock. Gebaut werden 86 Einzelstellplätze und 4 Stellplätze für Motorräder. Nach Fertigstellung der Tiefgarage werden die Außenanlagen neu gestaltet.

 

Vorstand und Aufsichtsrat haben sich im Rahmen der gemeinsamen Sitzungen

auch immer wieder mit dem Thema Neubau beschäftigt. Es ist allgemein bekannt, dass die Grundstücke innerhalb der Landeshauptstadt immer knapper und somit teurer werden. Nach den derzeitigen Rahmenbedingungen sind der freie Erwerb eines Baugrundstückes und der Bau von genossenschaftlichen Mietwohnungen

nicht zu finanzieren.

 

Bleibt somit der Erwerb eines Grundstücks der Landeshauptstadt, verbunden mit entsprechenden Fördervorschriften. Der Vorstand steht hier, in Abstimmung mit

dem Aufsichtsrat, in Kontakt mit der Stadt. Sollten sich konkrete Möglichkeiten ergeben, ist hierüber in den Gremien der Genossenschaft ausführlich und eingehend zu diskutieren, bevor eine Entscheidung getroffen wird. Beschlossen wurde, sich

um ein Grundstück auf dem Gelände der ehemaligen Prinz-Eugen-Kaserne an der Cosimastraße zu bewerben. Die für Genossenschaften vorgesehenen Grundstücke ermöglichen den Bau von 60 – 80 Wohneinheiten in den Fördermodellen „Einkommensorientierte Förderung“, „München-Modell“ und “Konzeptioneller Mietwohnungsbau“.

 

Durch den Umzug der Paulaner-Brauerei ergibt sich vielleicht eine weitere Möglichkeit für die Genossenschaft, ein Grundstück in unmittelbarer Nähe des derzeitigen Bestandes zu erwerben oder ein entsprechendes Haus zu kaufen. Auch diese Möglichkeit wird geprüft. Die Genossenschaft steht bereits in Kontakt mit der Schörghuber Unternehmensgruppe und der Bayerischen Hausbau als Grundstücks-eigentümer.

 

Kosziol

19.06.2015

 

* Copyright: Bauverein München - Haidhausen, Jörg Kosziol * 



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Letzte Aktualisierung: 29.06.2017